Hier stehen von mir verfertigte Texte unterschiedlicher Länge. Der kürzeste umfasst eine, der längste 66 Seiten. Die meisten sind Kurzgeschichten. Manche sind so kurz, dass man sie schwerlich als Geschichte bezeichnen kann. Ich nenne sie daher Miniatur oder Essenz, was literaturwissenschaftlich sicher nicht korrekt ist. Eine größere hat, allerdings von akademischer Seite noch unbestätigt, den Zuschnitt einer Novelle.
Die Wartezimmerlegende (16 S.) Wer Herr im eigenen Gehäuse sein will, muss eine grundlegende Schwierigkeit meistern. Ursprünglich als Parodie geplant und doch mehr geworden.
Das Vermächtnis des Kaufmanns (66 S.) Die Lebenserfahrungen meines Großvaters als Mann, Unternehmer und Familienoberhaupt, von mir kommentiert. Zwei Texte ineinander geschoben. Eine Mischung aus erzählenden und essayistischen Elementen. An Themen wie Kunst, Politik, Unternehmensführung, Familie, Gefühlsleben werden Wandlungen und Konflikte dreier Generationen des 20. Jahrhunderts offenbar.
Der Meteorit (22 S.) Das Protokoll einer Projektwoche. Ruth implementiert ein durchgängiges IT-System bei einem mittelständischen Industrieunternehmen. Ein Klumpen aus dem All stürzt in ihr Business.
Eines in allem (64 S.) Irgendwo in den nördlichen Alpen entsteht ein Staudamm zur Gewinnung von Energie. Der Bau gerät ins Stocken, als das Wetter umschlägt. Nicht endender Sommerregen beschwört eine Katastrophe herauf, doch die Bauleitung beurteilt die Lage falsch. Zacharias Wolf, den die Dorfbewohner als weisen Ratgeber verehren, weiß als Einziger Abhilfe. Ausgerechnet er jedoch steht bei den Verantwortlichen in schlechtem Ruf.
Kampfeslohn (7 S.) Es besteht eine breite Tendenz zur Vermeidung von Konflikterfahrung in Schule und Erziehung. Doch nichts erleuchtet uns mehr als das Erlebnis der eigenen Stärke.
Rot schiessen (16 S.) Story auf hoher See. Man wird Fehler machen und die Folgen tragen müssen, denn auf See kann man nicht weglaufen. Seemannschaft -ein Ausdruck für seemännisches Können - ist alles, was einem bleibt, wenn es dick kommt. (Erschienen in Macondo Edition 19, 2008.)
Stumpenholz (12 S.) Die Konsequenz des Andersseins bis zum Gefressenwerden. (Der Dichter und Verleger Michael Krüger las die Geschichte für Akzente, jawohl, aber er nahm sie nicht. Er hatte schon so viele.)