Dierk Knechtel   Schrift. Skulptur.
 

Originalstoff

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Link zu meinen Artikeln in der Badischen Zeitung. Die Beiträge sind chronologisch geordnet, neueste stehen oben.

 

Ausstellung "Bewegung"


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Neues aus der Werkstatt

Mein Beitrag zur Ausstellung "Bewegung" in der Friedenskirche Altenheim:

Skulptur Gecko


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18. November 2018, 12:37

Netzwerken mit der Stoppuhr

Letzten Donnerstag um 6:45 im Hotel Vier Jahreszeiten in Durbach. Ich war eingeladen zum wöchentlichen Frühstück des Business Network International (BNI), Chapter Salmen (Offenburg). Das Chapter zählt 37 Mitglieder, alle sind anwesend. Hinzu kommen um die 10 Gäste wie ich. Man begibt sich nach und nach ans Frühstücksbuffet, belädt einen Teller und stellt ihn am Platz ab. Die Tischanordnung ist u-förmig. Chapterdirektor, Mitgliederkoordinator und Schatzmeisterin sitzen am unteren Ende. Um Punkt 7:00 erfolgt die Begrüßung durch den Direktor. Danach wird jedes Mitglied vom Mitgliederkoordinator aufgerufen und stellt sich innerhalb von 40 Sekunden vor. Wenn die Zeit überzogen wird, gibt die Schatzmeisterin ein Zeichen und das Mitglied verstummt. Im Anschluss stellen sich die Gäste vor, ihnen sind 30 Sekunden zugemessen. Während der Vorstellungsprozedur darf gefrühstückt werden. Es folgt eine Phase, in der sämtliche Geschäftsempfehlungen aufgerufen werden, solche, die in der vergangenen Woche getätigt wurden, solche, die zu Aufträgen geführt haben und solche, die hier und jetzt gegeben werden. Dazu steht die betreffende Person auf, vermeldet die Empfehlung, geht zur betreffenden Partnerperson und übergibt einen Laufzettel. Der Partner bedankt sich per Handschlag. Der Laufzettel enthält alle relevanten Daten der Empfehlung und wird zentral registriert. Umsätze werden gemeldet und addiert.
Die Umsatzsumme, der Umsatz pro Auftrag und pro Mitglied sind die wesentlichen Messgrößen für den Erfolg des Chapters. Es gibt keine Empfehlung, kein getätigtes Geschäft, das nicht vor aller Augen verkündet wird. Abgelehnte Angebote, misslungene Aufträge oder Streitigkeiten sind nicht Gegenstand der Runde. Schlusspunkt ist die Enzelpräsentation. Jede Woche darf ein anderes Mitglied sein Geschäft zehn Minuten lang vorstellen. Dieses Mal ist es eine Mental-Trainerin. Dann werden wir Gäste ins Hotelfoyer geführt, wo uns ein Mentor das BNI vorstellt und unsere Fragen beantwortet. Wir erfahren, dass BNI ein geschäftliches Netzwerk mit ethischer Ausrichtung ist. Es gilt der Grundsatz "erst geben, dann nehmen". Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt 950 Euro, die Anmeldung kostet einmalig 160 Euro, das wöchentliche Frühstück kostet pro Monat 50 Euro. Die Mitglieder haben Anwesenheitspflicht. Sind sie einmal verhindert, so müssen sie einen Vertreter schicken. Einmal Fehlen pro Monat gilt noch als akzeptiert, mehr aber nicht. Denn die physische Zusammenkunft ist der Erfolgsfaktor des Netzwerks und grenzt es von Internet-Netzwerken ab, wo sich die Leute nicht treffen und zu nichts verpflichten. Vor aller Augen werden konkrete Verpflichtungen eingegangen und Resultate gemessen. Damit das möglich ist, müssen die Treffen eng getaktet sein. Es verwundert ja, dass bei der grassierenden Meetingitis so wenig gelehrt wird, wie Meetings ergebnisorientiert geleitet werden. Das BNI ist ein Gegenbeispiel. Der Mentor, ein Scheidungsanwalt, sagt uns, er sei seit 10 Jahren dabei und würde keine andere Werbung betreiben, das BNI reiche ihm völlig. Die Effizienz des Netzwerks ist in der Tat beeindruckend. Es geht ums Geschäft, das ist völlig in Ordnung. Für mich kommt das BNI nicht in Frage, da ich wöchentliche Fixtermine nicht einrichten kann. Wahrscheinlich wäre es mir auch zu dominant. Aber es ist interessant zu beobachten, wie sie es machen.

Redakteur




24. Juli 2018, 09:55

Porträt des Vereins "Frauen helfen Frauen" in Offenburg

http://www.badische-zeitung.de/offenburg/an-die-wurzeln-haeuslicher-gewalt--154743931.html

In der Sitzung des Sozialausschusses des Kreistages vom 18.7. wurden die gewünschten zusätzlichen Mittel bewilligt. Siehe dazu:

http://www.badische-zeitung.de/ortenaukreis/mehr-finanzielle-unterstuetzung-fuer-das-frauenhaus--154935805.html

Redakteur




03. Juli 2018, 18:27

Wenn das Finanzamt zu sehr schwebt

http://www.badische-zeitung.de/offenburg/wenn-das-finanzamt-zu-sehr-schwebt--154208498.html#downloadpaper

Eine sehr humorvolle Überschrift, die unser Redaktionsleiter Helmut Seller da gefunden hat - fast mit einer kleinen Spitze Richtung Gestaltungsbeirat. Auf jeden Fall besser als meine: Letzte Sitzung des Gestaltungsbeirats in alter Besetzung.

Redakteur




28. Juni 2018, 14:49

Unbequeme Instanz Gestaltungsbeirat

http://www.badische-zeitung.de/offenburg/mehr-transparenz-bei-bauprojekten--154042366.html#downloadpaper

Ein Gestaltungsbeirat als vierte Instanz neben Bauherr, Architekt und Baubehörde ist eine neuere Erfindung. Sie soll laut Eckart Rosenberg in Vorarlberg entstanden sein. In Baden-Württemberg haben sich mittlerweile über 30 Kommunen einen Gestaltungsbeirat zugelegt, die Zahl ist weiter steigend. Das wäre nicht so, wäre die Einrichtung ganz ohne Nutzen. Dass das Offenburger Gremium gute Arbeit geleistet hat, davon ist das Baudezernat überzeugt. Dennoch sind manche Bauvorhaben umstritten, die der Beirat begleitet hat. Architekten lieben es nicht, wenn man ihnen reinredet. Daher mag es kommen, dass manche den Beiratsmitgliedern fachliche Kompetenz absprechen. Aber wirft nicht so mancher Bau die Frage nach der Kompetenz des Architekten auf? Wer durch das neue Quartier Seitenpfaden fährt, bekommt nur Kuben und Quader zu sehen - Kisten und Kästen. Wie lange wird man die montone Flachdach-Ästhetik noch als modern empfinden? Und das ewige Anthrazit?

Redakteur




25. Juni 2018, 10:42

Kroos' Tor gibt Hans Cieslarczyk einstweilen Recht

http://www.badische-zeitung.de/offenburg/ich-glaube-die-kommen-ins-endspiel--153861707.html

Bis zur 95. Minute im Schwedenspiel dachte ich, wenn Herr Cieslarczyk sich da mal nicht täuscht. Sein Vertrauen in Löw und seine Jungs habe ich bewundert, aber nicht geteilt. Dann gelang Kroos mit dem fantastischen Freistoß die epische Tat. Soll "Cissy" doch Recht behalten bis zum Schluss. Wir müssten ihn in dem Fall nochmal mit einem Beitrag ehren.

Redakteur




18. Juni 2018, 10:29

So kann's gelingen: Das Festival "Jazz Nights" wurde auf Schloss Staufenberg angetestet

https://www.badische-zeitung.de/offenburg/nach-probelauf-sind-die-erwartungen-hoch--153664717.html

Die wichtigste Erkenntnis aus diesem Test ist: Das Publikum wäre vorhanden. Ohne öffentlichen Vorlauf, quasi aus dem Stand war die obere Schankstube zu bestimmt zwei Dritteln gefüllt. Wer in unserer Region Jazz-Interpreten von internationalem Rang sehen will, muss sich derzeit nach Straßburg oder Freiburg bequemen. Ein Festival dieser Güteklasse wäre ein großer Gewinn für die Ortenau. Besonders, wenn man, wie im Testlauf geschehen, zeigt, was Jazz alles sein kann. Jazz war nie konform, hatte immer den Nimbus des Speziellen für Intellektuelle, Liebhaber, Randständige. Was nicht zu bedauern ist.

Redakteur




15. Juni 2018, 08:23

Wie der Mensch das eigene Verschwinden betreibt

https://www.badische-zeitung.de/gengenbach/vom-schmerz-ueber-die-selbstloeschung--153579919.html

Die Ausstellung ist eine gelungene Verbindung von Thematik, Lokalität und Kuratorium. Die Ersetzung von Menschen durch IT ist das vielleicht bedeutendste Paradigma unserer Zeit. Das Hukla-Gebäude ist, gemessen an Fläche, Wandhöhe und Licht, einzigartig im Ortenaukreis. Selbst in Metropolen sind solche Dimensionen selten. Die Auswahl der Werke ist vielschichtig, durchweg am Thema ausgerichtet und berücksichtig mehrere Kunstgattungen.

Redakteur




12. Juni 2018, 09:12

Aufschlussreich für deutsche Schulabgänger: die Ausbildung des Elsässers Magnier

https://www.badische-zeitung.de/offenburg/in-baden-arbeiten-im-elsass-leben--153469235.html

Über 25 % der Jugendlichen in Frankreich sind arbeitslos, gleichzeitig genießt eine Berufsausbildung nur wenig Ansehen - wie passt das zusammen? Am Einzelfall des 18jährigen Amane Magnier wird zumindest eines deutlich: Im Elsass dauert die Ausbildung eines Klärwerkers zwei Jahre, in Deutschland drei. Wenn die Anforderungen an den Beruf derart unterschiedlich sind, dann ist die so wünschenswerte Harmonisierung der Ausbildungsgänge in der Tat "ein großes Rad", wie Bärbel Schäfer zu bedenken gab. Einstweilen kann man immerhin auf aktuell 347 Ausbildungsverhältnisse verweisen, die im Rahmen der INTERREG-Förderung am Oberrhein entstanden sind.

www.erfolgohnegrenzen.eu

Redakteur




11. Juni 2018, 10:00

Industriespionage in der Renaissance

http://www.badische-zeitung.de/industriespionage-in-venedig

Dorweiler brauchte für ein kleines Quiz zwei Freiwillige, Männlein, Weiblein. Es meldete sich aber niemand. Das gleiche Dilemma widerfuhr ihm auf einer Lesung in Tegernau. Der des Alemannischen Unkundige hatte sich überlegt, alemannische Passagen aus dem Lesetext von einem Einheimischen lesen zu lassen. Er pickte sich einen Besucher heraus, der zwar widerwillig aufstand, sich aber, ganz betrübt, nicht vom Fleck bewegte. Da rief jemand aus dem Publikum: "Herr Dorweiler, der Mann kann doch nicht lesen!"
"Deshalb bin ich ja gekommen," bestätigte der Betroffene, "um mir was vorlesen zu lassen!" Dorweiler wollte im Boden versinken. Er hatte, so kam es ihm vor, den einzigen Analphabeten Tegernaus bloßgestellt.
Mit Hilfe der Anekdote gelang es ihm doch noch, zwei Leute nach vorne zu bringen. Durch das Quiz erfuhren wir nicht nur die im Artikel erwähnte venezianische Nuttenquote, sondern auch logistische Quantitäten, den Gotthard betreffend. Damals überquerten pro Jahr etwa 10.000 Personen mit 9.000 Säumtieren den Pass. Dabei wurden Waren in einer Größenordnung von 170 Tonnen transportiert, wie aus dem Jahr 1500 belegt ist.

Redakteur




09. Mai 2018, 18:51

Indolenz und Unschärfe einer vagen Existenz

https://www.badische-zeitung.de/offenburg/zeitebenen-wie-packeis--152363202.html

"An jeder Ecke ist eine Geschichte," sagte Peter Stamm. "Nicht die sollte man schreiben, von denen andere sagen, dass man sie schreiben sollte. Sondern die, die etwas in einem auslösen." Die erste Notiz zu "Gleichgültigkeit" habe er geschrieben, so Stamm, als er die Darstellerin der Agnes (Odine Johne, der Name fiel ihm nicht ein) bei den Dreharbeiten zum Agnes-Film in Stockholm getroffen habe. Merkwürdig, denn der Film wurde in Düsseldorf gedreht. Am Film habe er nicht mitarbeiten wollen. Die Agnes-Geschichte ist der Lena-Geschichte nicht unähnlich. Älterer Mann trifft jüngere Frau, sie beginnen eine Beziehung, der es nicht genügen darf, Realität zu sein, sie muss zugleich Fiktion werden. Geschehen und erdachtes Geschehen vermischen sich.

Redakteur



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