Dierk Knechtel   Schrift.
 

Originalstoff

Herzlich willkommen!

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Link zu meinen Artikeln in der Badischen Zeitung. Die Beiträge sind chronologisch geordnet, neueste stehen oben.

Link zum Reutlinger Generalanzeiger (GEA). Beiträge von mir erscheinen im Ressort Kultur.

                             Auf dass sie noch lange Spaß an den Jazz Nights haben.

                                              Dies ist nicht Caspar Silberrad.                           


15. Oktober 2019, 11:10

Jazz Nights 2020 mit Omer Klein und Caecilie Norby

https://www.badische-zeitung.de/die-jazz-nights-gehen-die-zweite-runde--178311369.html#downloadpaper

Beim letzten Mal im März 2019 waren es 8 Konzerte, jetzt sind es noch 7. Von der ursprünglichen Idee, das Festival auf ganz Durbach auszudehnen mit dem krönenden Abschluss oben auf dem Schloss, ist keine Rede mehr. Man kann nur hoffen, dass sich die Jazz Nights in diesem räumlich und zeitlich beschränkten Rahmen auf Dauer halten können. Gut ist, dass der Spielort die Künstler anzieht.

Redakteur




14. Oktober 2019, 11:49

Der Badische Architekturpreis und Jürgen Grossmann

https://www.badische-zeitung.de/badische-architekten-kueren-erstmals-herausragende-bauwerke

Für seine Idee eines Architekturpreises habe er mit Landrat Frank Scherer schnell einen einflussreichen Unterstützer gefunden, sagte Jürgen Grossmann. Ein Grund wird gewesen sein, dass der Preis ganz ohne öffentliche Mittel auskommt. Das ist ja bei Kultur nicht oft der Fall. Der BAAP ist eine durch und durch privatwirtschaftliche Veranstaltung, die dennoch öffentlich-kulturellen Zielen dient. Und denen von Macher Grossmann. Er durfte zwar keinen der Preise gewinnen, aber keines der prämierten Bauwerke stand derart im Focus wie sein Europäisches Forum. Und auf keinen der ausgezeichneten Architekten fiel so viel Glanz wie auf ihn selbst.

Redakteur




14. Oktober 2019, 11:26

Hexenverfolgungen in Offenburg vor 420 Jahren

https://www.badische-zeitung.de/35-frauen-wurden-in-offenburg-um-1600-als-hexen-hingerichtet

Außer den Ratsprotokollen gibt es für die Rekonstruktion der damaligen Ereignisse keine Quelle. Sehr oft gehen historische Überlieferungen auf eine einzige Quelle zurück. Dennoch werden die Geschichten der Geschichte von den Historikern in aller Regel im Indikativ dargestellt. Die Botschaft ist "Es war", nicht: "Es hätte sein können". Wir Journalisten sind angehalten, für Tatsachenbehauptungen mindestens zwei von einander unabhängige Quellen vorzuweisen. Selbst dann noch zitieren wir diese Quellen in aller Regel in indirekter Rede, um sie als fehlbare Äußerungen von Personen zu kennzeichnen und nicht als unfehlbar für sich stehende Fakten. Frau Kammeier-Nebels Vortrag war durchgehend im Indikativ gehalten. Zwar sagte sie, es gebe außer den Protokollen keine Quelle, sah darin jedoch keinen Anlaß für einen Generalvorbehalt gegenüber ihrer Darstellung. Dabei zweifelte offenbar bereits Caspar Silberrad an der Verlässlichkeit der Aufzeichnungen. Er protestierte dagegen, dass ein Ratsherr gleichzeitig Protokollführer war. Offenbar war das der Regelfall. Auf der Titelfolie des Vortrages war ein Gemälde oder eine Zeichnung zu sehen, die einen Mann in einer Werkstatt zeigte, an der Wand lehnte ein Wagenrad. Darüber stand der Name Caspar Silberrad. Darunter in kleinerer Schrift: "Wagner, Ratsherr, Oppositioneller, Befürworter der Hexenverfolgungen". Für den Betrachter war eindeutig: Dies ist Caspar Silberrad. Auf Folie Nr. 3 erschien dasselbe Bild noch einmal. Darunter stand in noch kleinerer Schrift: "Wagner um 1583 aus: Nürnberger Hausbücher". Was eingangs suggiert wird, stimmt also nicht: Es ist nicht bekannt, wie Silberrad aussah. Es ging aber um ihn, seine Motive, sein Verhalten, seinen Charakter. Kammeier-Nebels Ansatz war: Wer waren diese Hexenjäger, wie muss man sie sich als Mensch vorstellen? Ein plausibler, wünschenswerter Ansatz. Doch kann man den ernsthaft auf der Basis 420 Jahre alter Ratsprotokolle verfolgen?

Redakteur




07. Oktober 2019, 17:47

Nicht jeder Bürger traut seiner Bürgerbeteiligung so ganz

https://www.badische-zeitung.de/gruener-ring-soll-altstadt-umschliessen#downloadpaper

Unter den Teilnehmern des Rundganges gab es auch Skepsis. Der Beschluss, einen Personenaufzug in die Stadtmauer zu bauen, wurde mehrfach kritisiert. Ein Teilnehmer, der jahrzehntelang Anrainer war, sagte mir, für seinen Geschmack seien zu viele Nicht-Offenburger an der Stadtplanung Offenburgs beteiligt. Zudem befürchtete er, dass die Baumreihe am Bahngraben entlang der Wilhelmstraße stillschweigend kassiert wird.

Redakteur




07. Oktober 2019, 17:31

Selten eindeutiges Urteil in einem Schadenersatz-Prozess

https://www.badische-zeitung.de/daimler-muss-dieselfahrzeug-zuruecknehmen-und-kosten-erstatten#downloadpaper

Dass der Kläger nicht verlangen kann, den Wagen umsonst zu benutzen, halte ich für legitim. Ansonsten bekommt er, was er will. Daimler muss den Wagen zurücknehmen und den Neupreis abzüglich Nutzung bezahlen. Heute war zu lesen, dass wiederum eine illegale Abschaltvorrichtung in einem Daimler-Fahrzeug vermutet wird, dem Sprinter.

Redakteur




07. Oktober 2019, 17:21

Antisemitismus geht einher mit Frauenfeindlichkeit

https://www.badische-zeitung.de/alle-medienrevolutionen-befoerdern-den-antisemitismus#downloadpaper

Michael Blume ist ein mutiger Mann. Als Beauftragter gegen Antisemitismus des Landes Baden-Württemberg hat er viele Feinde. Es ist immer ein Trost, Erklärungen für scheinbar Unerklärliches zu bekommen. Blume reist landauf, landab und macht Mut mit seinen Erklärungen. Er zeigte unter vielen anderen den Zusammenhang zwischen Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit auf. "Antisemiten haben häufig Probleme mit Frauen." Weil die Juden ihre neugeborenen Mädchen nicht töteten, Mädchen und Frauen die Schrift lehrten, waren sie als Gemeinschaft stärker als die Nachbarvölker. Mich erinnerte das an den syrischen Schriftsteller Rafik Schami. Er sagt, die arabischen Länder seien u.a. deshalb so rückständig, weil sie die Hälfte ihrer Bevölkerung, die Frauen, von der Gestaltung der Gesellschaft ausschließen.

Redakteur




07. Oktober 2019, 16:51

Schwester Frumentia

https://www.badische-zeitung.de/akademikerin-im-auftrag-des-herrn#downloadpaper

Das Porträt hatte ursprünglich fast den doppelten Umfang des veröffentlichten Textes. Es gab Leser, die meinten, ich hätte die wirklich spannenden Fragen nicht gestellt. Damit waren Fragen an die Person, nicht an die Nonne, gemeint. Von dieser Sorte Fragen gibt es eine Reihe, die zu stellen sich gegenüber einer Nonne nicht gehört. Andere kann man stellen, das heißt aber noch nicht, dass man eine verwertbare Antwort bekommt. Eine solche Frage war die folgende: "Gab es jemals Zweifel?" Antwort: "Ja, aber ich wusste, damit umzugehen."

Redakteur




14. September 2019, 17:33

Ich habe die Ferien beim Südwestfunk verbracht

https://www.badische-zeitung.de/ferien-im-swf-funkhaus

Beim Interview am meisten beeindruckt hat mich Frau Reinls wohlklingende, klare Stimme. Sie formuliert präzise, beendet jeden Satz, akzentuiert mit unmerklichen Pausen. Ich nehme an, das jahrzehntelange Training als Rundfunk- und Synchronsprecherin hat das bewirkt. Eine besondere Sprechausbildung hat sie nach eigener Aussage nicht gemacht.

Redakteur




20. Mai 2019, 15:36

Das Land, das Wasser, der Himmel

https://www.gea.de/neckar-alb/kultur-in-der-region_artikel,-spuren-einer-landschaft-im-osiander-zu-sehen-_arid,6141275.html

Helmut Anton Zirkelbach stellt bis zum 8. Juni 2019 Druckgrafiken und Bildobjekte in der Gewölbegalerie im Osiander Reutlingen aus. Ich hatte Mitte der 90er Jahre vier Blätter von ihm gekauft, das war in Schwäbisch Gmünd, wo er mit anderen Künstlern ausgestellt hatte. Die Grafiken hängen noch immer bei mir, haben nie aufgehört, mir zu gefallen. Zirkelbach konnte sich an die Blätter erinnern, besitzt aber keines mehr. Henner Grube, der das "Künstlergespräch" auf der Vernissage führte, kannte ich nicht. Aber seinen Slang kannte ich. Später kamen wir ins Gespräch, und ich sagte ihm auf den Kopf zu, er müsse, wie ich, aus Bremen kommen. Doch Grube bedauerte. Er käme aus Bremerhaven.

Redakteur




20. Mai 2019, 15:12

Solange sie ihm zuhört

https://www.badische-zeitung.de/offenburg/naechtliche-erzaehlung-fuer-eine-renitente-zuhoererin--173240996.html

Alex Capus in der Buchhandlung Roth, wie er frei fabuliert. Sein Roman Königskinder weist einige historische Bezüge auf, die er geschickt mit der Gegenwart verknüpft. So soll die Entdeckung der Gebrüder Montgolfier, mittels heißer Luft die Schwerkraft zu überwinden, die Menschen in Europa über alle Stände und Grenzen hinweg für einen Moment geeint haben. Welches Ereignis heute dazu imstande wäre, fragt Capus. Wenn die Nachricht einträfe, so gibt er selbst die Antwort, dass es im Weltall andere intelligente Zivilisationen gäbe. Und was diese uns sagen wollten, könnten wir mithilfe einer Übersetzungs-App auf dem Smartphone verstehen!

Redakteur



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